Nachrichten (überwiegend Inlands-Nachrichten) und Pressemeldungen im Juli 2014
 
Date mit dem Bischof
Mittwoch, 16.07.2014 19:00 h
Katholische Kirche stellt sich den Fragen des LSVD Saar
Mittwoch, 16. Juli, 19 Uhr – Congresshalle Saarbrücken

Bischof Dr. Stephan Ackermann ist der Einladung des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) Saar gefolgt und stellt sich öffentlich den Fragen zum Thema Kirche und Homosexualität. Date mit dem Bischof, so der Titel der LSVD-Veranstaltung, die am 16. Juli, 19 Uhr, in der Saarbrücker Congresshalle stattfindet.
„Es wird keinesfalls ein Kreuzverhör, bestenfalls eine Annäherung geben, die womöglich zu einem besseren Verständnis auf beiden Seiten führt“, beschreibt Hasso Müller-Kittnau, Sprecher des LSVD Saar, die Erwartungen an die Begegnung. Allerdings gebe es aus Sicht homo-, bi- und transsexueller Menschen jede Menge Erklärungsbedarf seitens der katholischen Kirche. Müller-Kittnau: „Wenn Menschen aus unserer Community ihre Identität aus Angst, den Arbeitsplatz in der Kirche zu verlieren, verstecken müssen, dann handelt es sich aus unserer Sicht schlicht um Diskriminierung.“ Besonders kritisiert der LSVD Entlassungen von Kindergärtnerinnen und Krankenhausbeschäftigten, nur weil sie eine Eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen sind, also füreinander Verantwortung übernommen haben.
Die Offenheit, mit der Bischof Ackermann hingegen dem LSVD von Beginn an und nun auch mit der Zusage auf die Einladung begegnet sei, sei bemerkenswert und womöglich ein sehr wichtiger Schritt, in bester Absicht aufeinander zuzugehen.
Aufgrund des erwarteten hohen Besucherandrangs hat sich der LSVD Saar entschieden, einen Ticketvorverkauf einzurichten. Die Karten sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen zum Preis von 5 Euro zu erwerben. „Die Kollekte brauchen wir, um die Kosten für Hallenmiete und Technik einigermaßen auszugleichen“, erklärt Müller-Kittnau. Der LSVD Saar sammelt im Vorfeld der Veranstaltung Fragen an den Bischof, bei Twitter (#BischofLSVD) und Facebook LSVD Saar e.V und unter der Mailadresse bischof(at)checkpoint-sb.de. Die Moderation übernimmt Christian Langhorst. Die Veranstaltung wird unterstützt vom Projekt „Toleranz Fördern – Kompetenz stärken“ der Landeshauptstadt Saarbrücken und des Bundesministerium für Familie.
Date mit dem Bischof:
Dr. Stephan Ackermann im öffentlichen Gespräch mit dem LSVD Saar
Mittwoch, 16. Juli, 19 Uhr – Congresshalle Saarbrücken
Karten ab sofort im Vorverkauf
bei allen Vorverkaufsstellen von ticket regional
sowie beim LSVD-Checkpoint (Mainzer Str. 44, 66121 Saarbrücken)
http://www.saar.lsvd.de/
 
 
04.07.2014
100% MENSCH – Scheckübergabe auf dem Kölner CSD
1.000 Euro für Menschenrechtsarbeit in Russland, Nigeria und Uganda

Der Benefizsong „100% MENSCH“ ist auf dem besten Wege, eine neue Hymne der Schwulen-, Lesben- und Trans*bewegung zu werden! Hella von Sinnen, Markus Grimm, Steffi List, Stephan Runge, Helena Marion Scholz, Claus Vinçon, Holger Edmaier – über 30 KünstlerInnen und Künstler aus ganz Deutschland haben ihre Stimme erhoben gegen Homo- und Transphobie. Der Erlös aus dem Verkauf der Single geht an die Hirschfeld-Eddy-Stiftung, die damit LGBT-Menschenrechtsprojekte in Russland, Nigeria und Uganda unterstützt.
Am 5. Juli werden zwölf Künstlerinnen und Künstler (u.a. Hella von Sinnen, Stephan Runge, Claus Vinçon, Klaus Nierhoff und Steffi List) den von Holger Edmaier komponierten Song um 16:25 Uhr auf der Hauptbühne (Heumarkt) des Kölner CSD/ Cologne Pride präsentieren und im Anschluss um 17 Uhr den ersten Spendenscheck in Höhe von 1.000 Euro am Stand 316 des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung in der Bechergasse übergeben.
Wir möchten Sie hiermit recht herzlich einladen, dabei zu sein!
Zeitgleich erscheint am 5. Juli auch die 100% MENSCH EP mit fünf Remixen u.a. von Part of the Art, welche sodann auf der Homepage http://www.100mensch.de erhältlich sein wird.
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.hirschfeld-eddy-stiftung.de
 
 
04.07.2014
Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg
17. Juli: Podiumsdiskussion „Flucht unterm Regenbogen“
Wenn Lesben und Schwulen nur noch Flucht als letzte Hoffnung bleibt
Anlässlich des 4. TeBe Fan-Cup in Berlin organisiert die Abteilung Aktive Fans Tennis Borussia Berlin am 17. Juli 2014 eine Podiumsdiskussion zum Thema „Flucht unterm Regenbogen“. Unterstützt wird die Veranstaltung unter anderem vom LSVD-Zentrum für Migranten, Lesben und Schwule (MILES).
Im Jahr 2013 ist die Zahl der Asylanträge in Deutschland auf 127.023 gestiegen. Nicht nur der Krieg in Syrien treibt viele Menschen in die Flucht, auch aus Afghanistan und dem Irak flüchten verstärkt Menschen. Unter den Flüchtlingen sind auch viele Homosexuelle. Aufgrund verschärfter Gesetze, wie z.B. in Russland und Uganda, ist ein offenes homosexuelles Leben immer riskanter bis gar nicht möglich.
Mit dem EuGH-Urteil vom 07.11.2013 hat sich die rechtliche Situation von homosexuellen Asylsuchenden jedoch auch verbessert: “Bei der Prüfung eines Antrags auf Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft können die zuständigen Behörden von dem Asylbewerber nicht erwarten, dass er seine Homosexualität in seinem Herkunftsland geheim hält oder Zurückhaltung beim Ausleben seiner sexuellen Ausrichtung übt, um die Gefahr einer Verfolgung zu vermeiden.”
Zusammen mit Expertinnen und Experten verschiedener Organisationen sollen bei der Podiumsdiskussion die Themen Flucht und Asyl beleuchtet werden.
Podiumsdiskussion „Flucht unterm Regenbogen“
Donnerstag, 17. Juli 2014, 19 Uhr
Kultur- und Schankwirtschaft BAIZ, Schönhauser Allee 26 a, 10435 Berlin
Der Eintritt ist frei.
http://www.berlin.lsvd.de
 
 
01.07.2014
Pressemitteilung
Anti-Mobbing-Handreichung in leichter Sprache
Tipps zum Umgang mit Mobbing an der Schule aufgrund der sexuellen Identität
Im Rahmen der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ hat der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft eine Anti-Mobbing-Handreichung in leichter Sprache erarbeitet. Unterstützt wurde der LSVD dabei vom Jugendnetzwerk Lambda Berlin-Brandenburg.
Die Handreichung enthält Hinweise, Kurzinformationen und Handlungsanregungen zum Thema Mobbing aufgrund der sexuellen und geschlechtlichen Identität. Bei der Publikation handelt es sich um ein gezieltes Informationsangebot für Schülerinnen und Schüler mit sprachlichem Förderbedarf.
Hierzu erklärt die Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheers: „Nicht jeder Mensch hat die gleichen Ressourcen und Möglichkeiten. Daher sehen wir das Angebot in leichter Sprache als einen wichtigen Schritt, um möglichst viele Menschen für das Thema Mobbing aufgrund sexueller Identität zu sensibilisieren.“
„Der Lesben- und Schwulenverband wird zukünftig verstärkt auf eine inklusive Sprache achten. Wir dürfen Menschen auch sprachlich nicht ausschließen“,
so Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg.
Berliner Schulen können die Handreichung in der von ihnen benötigten Auflage kostenfrei beim Lesben- und Schwulenverband unter berlin@lsvd.de oder 030 – 22 50 22 15 anfordern. Der LSVD führt darüber hinaus Workshops mit und in Schulklassen durch, um Informationen frühzeitig und verständlich zugänglich zu machen.
Auch der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin unterstützt die Bekanntgabe und den Vertrieb der Publikation. Alle 700 Mitgliedsorganisationen sowie die Kooperationspartner des Paritätischen erhalten mit dem Juli-Rundbrief eine Handreichung in leichter Sprache als Beilage.
Die Anti-Mobbing-Handreichung ist auch als Download abrufbar:
http://www.berlin.lsvd.de/downloads
Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg
http://www.berlin.lsvd.de
Schwules Museum Berlin
anlässlich des 100sten Gedenkjahres des Ersten Weltkriegs zeigt das Schwule Museum* im September die einzigartige Ausstellung „MEIN KAMERAD – DIE DIVA. Theater an der Front und in den Gefangenenlagern des Ersten Weltkriegs“. Nähere Informationen finden Sie als pdf hier.
 
Älterer sehr wichtiger Text (Mai 2013) von Bundesanwalt a.D. Manfred Bruns:
 „Vom nationalsozialistischen Ungeist geprägt und mit demselben Eifer praktiziert“
http://www.lsvd-blog.de/?p=5574